Allgemein

Der Winter, unser innerer Seelensommer

Ist es bei euch auch so kalt?

Der Winter kommt nicht, um uns zu berauben, sondern um uns zu erinnern. Wenn die Welt ihr Laub fallen lässt und der Atem der Erde sichtbar wird, zieht sich das Leben nicht zurück – es sammelt sich. Unter der erstarrten Oberfläche beginnt eine andere Jahreszeit, eine, die kein Auge sieht: DER INNERE SEELENSOMMER

Im Außen wird es still. Wege knirschen unter Schnee, Gedanken unterbrechen ihren Lauf. Doch gerade diese Kälte ist ein sanfter Lehrer. Sie nimmt uns das Zerstreute, das Überflüssige, und führt uns an den Herd der eigenen Mitte. Dort, wo kein Wind weht, brennt ein leises Licht. Kein loderndes Feuer, sondern eine Glut, die Geduld kennt, die nicht eilt, nichts verlangt.

Der Winter bittet uns, die Augen zu schließen, damit wir sehen lernen. Er erlaubt dem Inneren, warm zu werden. Erinnerungen reifen, Träume legen ihre Wurzeln tiefer, Sehnsüchte ruhen wie Samen im Dunkel. Was im Sommer laut nach außen drängt, lernt nun, nach innen zu lauschen.

Manchmal glauben wir, wir seien im Winter verloren. Doch vielleicht sind wir nur näher bei uns selbst als sonst. Die Seele kennt keinen Frost. Sie kennt nur Zyklen. Und während der Körper den kalten Himmel spürt, öffnet sich innen ein weiter Raum, golden und zeitlos.

Und während die Erde ruht, tanzt in uns ein stiller Sommer – sanft, ewig und getragen vom Vertrauen, dass alles, was schläft, bereits auf das Erwachen vorbereitet ist.

Möge dein Seelensommer still sein, tief verwurzelt und getragen vom Vertrauen, dass alles zur rechten Zeit wächst.

Möge die Ruhe dich nicht leer machen, sondern weit.

Und mögest du in jedem Winterzeichen das leise Ja des Lebens hören.

Aho, Nadine

xx Liebsten Dank für die stille und zugleich wärmende Inspiration des Seelensommers. Sie bleibt – wie unsere Begegnung, liebe Alise 🤍

xxx Die Fotos sind von meiner Schwester aufgenommen Hard, Vorarlberg.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert